Hey! Hier findet ihr unsere Exkursionen für die BuFaTa in Heidelberg!
Die Anmeldung ist ab sofort möglich und endet am Mittwoch, den 16.05.2018 um 12 Uhr.

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Die Exkursionsanmeldungen sind eingegangen und werden voraussichtlich am Freitag mitgeteilt.

Bitte haltet Euch an eure zugeteilten Exkursionen, da die Plätze der Exkursionen exakt bestimmt wurden und die Leiter*innen dementsprechend informiert und Material ausgestattet sind.

Es erfolgt zu Beginn der Exkursion eine Überprüfung der anwesenden Personen.

 

Exkursion 8 (Sandhäuser Dünen) muss leider aufgrund von gesundheitlichen Gründen ausfallen.

Alle angemeldeten Teilnehmer*innen werden nach Kapazität ihrem Zweitwunsch zugeordnet.




 

Heidelberg und das Grün – Nutzungskonflikte in einer wachsenden Stadt. (Exkursion 1)

 

Heidelberg ist eine wachsende Stadt. Im Zeitraum von 2011 bis 2016 nahm die Bevölkerung um 7,7% zu. Auch die wissenschaftlichen Einrichtungen, die als zentrale Triebfeder für die Entwicklung der Stadt angesehen werden, pochen auf räumliche Erweiterungsmöglichkeiten. Wo und wie sind diese Menschen bzw. wissenschaftlichen Institutionen unterzubringen? Wie soll die Stadt wachsen? Welche Konflikte entstehen daraus? Und für wen oder was? Die Exkursion besucht Orte, die im Zentrum aktueller Diskussionen um das Verhältnis der wachsenden Stadt Heidelberg und ihren Grünräumen stehen und thematisiert die verschiedenen  Facetten dieser städtischen Kontroversen.



Skalieren von der Heidelbeere zum Heidelberg. 3D-Geodaten zum Selbermachen. (Exkursion 2)

 

Diese Exkursion widmet sich dem Themenbereich „3D-Geodaten für geographische Fragestellungen“. Sie gibt einen Einblick in die Ableitung und Analyse von 3D-Geodaten auf der Grundlage normaler Fotos als Beispiel für low-cost Methoden in der 3D Geoinformatik. Auf einem Spaziergang vom Uni-Campus über den Heiligenberg und Philosophenweg ins Neckartal und die Heidelberger Altstadt werden dabei mit einer Fotodrohne und alltäglichen Kameras Objekte aufgenommen und anschließend in 3D rekonstruiert. Auf der Wanderung wird gleichzeitig ein Überblick über physio- und humangeographische Aspekte des Standorts Heidelberg gegeben und damit die Anwendung der geoinformatischen Methoden im geographischen Kontext betrachtet. Die Exkursion wird gemeinsam von der Abteilung Geoinformatik der Heidelberger Uni und der Research Group for Earth Observation an der Abteilung Geographie der PH Heidelberg durchgeführt.


 

Die Bierekursion. Hopfen und Malz - Gott erhalt's! (Exkursion 3)

 

Es gilt als das älteste, noch unverändert gültige Verbraucherschutzgesetz der Welt: das Reinheitsgebot. Im Jahr 1516 bestimmte Herzog Wilhelm IV. von Bayern, dass nur Gerste, Hopfen und Wasser die Grundbestandteile von Bier sein durften. Es wurde auch "flüssiges Brot" genannt, weil es den armen Menschen als reichhaltiges Nahrungsmittel diente. Es funktionierte wie eine Art Lebensversicherung. Denn die Bierbrauer beherrschten ihr Handwerk noch lange nicht so gut wie heutzutage. Mitunter wurde sogar ein hoch giftiges Gebräu produziert. Bierpanscher setzten ihrem Gebräu Baumrinde oder giftige Zutaten wie Tollkirschen zu, weil das die billigsten Zutaten waren. Im besten Fall sorgte dies für Bauchschmerzen, im schlimmsten Fall für den Tod. Doch nicht die Gesundheitsverträglichkeit, auch der gute Geschmack war im Mittelalter eher Glückssache. Schmeckte ein Bier, so wurde es sogleich als "Tat Gottes" gepriesen. Aus dieser Zeit stammt auch der Spruch: "Hopfen und Malz, Gott erhalt's."

Auf dieser Exkursion führt euch der nicht ganz so heilige Bavarius - der nur zu gern Schutzpatron der Braumeister geworden wäre - in die Geschichte des Bieres, seine Entstehung und seine Eigenheiten ein. Dabei weiß er sein Wissen mit allerlei kleinen Anekdoten zu würzen, die sich über Jahrtausende der gemeinsamen Geschichte von Mensch und Bier zugetragen haben sollen. Gekrönt wird dieser Ausflug in die Welt des Gerstensaftes durch eine Führung und anschließende Verkostung im Tempel des Bavarius, dem ehrwürdigen Weldebräu zu Plankstadt, auf das ihr euch mit allen Sinnen dem Genusse des zuvor gelernten hingeben könnt


Geocache durch Heidelberg. (Exkursion 4)

 

Lernen Sie Heidelberg auf kreative Weise kennen, bei einer Geocaching-Tour zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Entlang des Philosophenwegs lernen Sie Interessantes über die klimatischen Besonderheiten der Region und der Gunstlage Heidelbergs. In der Heidelberger Altstadt wandeln Sie anschließend auf den Spuren des Mittelalters. Erst wenn Sie alle Rätsel an den verschiedenen Stationen gelöst haben, kennen Sie das Schatzversteck der Geocaching-Tour.

Für die richtige Orientierung und die nötige technische Ausrüstung sorgt die GIS-Station der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: Um 15 Uhr gibt es eine Einführung zum Geocaching und zur Nutzung der GPS-Geräte.                                                                                                                    Bildrechte: www.gis-station.info/


Hasenleiser und Emmertsgrund. (Exkursion 5)

 

Das Schloss, die Universität, die schöne Altstadt – das sind die typischen Antworten auf die Frage, welche Orte mit Heidelberg assoziiert werden.

Doch in Heidelberg sind stadt- und sozialgeographisch noch viele weitere interessante Räume vorzufinden. Dazu zählen sowohl der Stadtteil Emmertsgrund als auch das Stadtviertel Rohrbach-Hasenleiser.

 

Bei der Exkursion werden diese Räume bei einem Spaziergang näher vorgestellt. Insbesondere die für diese Sozialräume entwickelten integrierten Handlungskonzepte und Quartiersmanagementkonzepte werden vorgestellt und besprochen.


Boden, Relief und Zeigerpflanzen. (Exkursion 6)

 

Boden ist für euch viel mehr als nur „Dreck“ auf Mamas Teppich? Ihr habt immer und überall einen Hammer dabei? Euch ist glasklar, dass es die Wald-Segge gerne sauer mag? Grabenbruch, Variskische Gebirgsbildung und Schichtstufenlandschaft sind für euch keine Fremdworte?Dann seid ihr hier genau richtig! Die Exkursion „Boden, Relief, Zeigerpflanzen“ führt euch auf eine geologische und geomorphologische Reise durch unser schönes Heidelberg. Eingerahmt vom Neckartal und Odenwald im Norden, und Osten dem Kraichgau im Süden und dem Oberrheingraben im Westen ist Heidelberg ein spannender Standpunkt für eine physisch-geographische Exkursion.Schnappt euch feste Schuhe und los geht’s: Die Route führt in verschiedene Standorten von der höchsten Erhebung des kleinen Odenwalds, unserem wunderschönen Königsstuhl, über flachgründige podsolierte Braunerden in den schattigen Edellaubwald bei Waldhilsbach. Von dort aus geht es weiter in die landwirtschaftlich genutzte Gäulandschaft nach Mauer, dem Fundort des homo heidelbergensis. Zum Abschluss besuchen wir die Feste Dilsberg, die auf einem früheren Umlaufberg des Neckars um 1105 erbaut wurde. Von hier habt ihr einen wunderschönen Ausblick über die Großlandschaften um Heidelberg und werdet euer Herz sofort in Heidelberg verlieren.


 

„Wissen und Wettbewerb am regionalen Markt für Bier“ (Exkursion 7)

 

Heidelberg besitzt eine große Gastronomiedichte sowie eine vielfältige Kneipenszene. Beide beeinflussen den regionalen Markt für Bier, der von einem hohen Wettbewerb unter Brauereien sowie im Getränkeeinzelhandel gekennzeichnet ist. Wissen sowie Marktintelligenz über diesen regionalen Markt erweisen sich als essenziell für Wettbewerbserfolg. Auf der Suche nach dem lokalen Wissen im Markt für Bier in Heidelberg spüren die Teilnehmer der Exkursion zum einen stadtgeographischen Besonderheiten nach. Wie präg(t)en Brauereien die Entwicklung der Stadt? Sie lernen außerdem den die Wirkmächtigkeit von Kreditbeziehungen zwischen Brauereien und Gastronomiebetrieben kennen, die wesentlichen Einfluss auf die Eigentums- und Besitzverhältnisse am Markt für Bier in Heidelberg üb(t)en. Drittens verdeutlichen wechselnde regionale Marketing-Strategien der Brauereien, die in Heidelberger um Marktanteile kämpfen, die zunehmende Kurzlebigkeit von Markterfolg. Die Teilnehmer diskutieren millionenteure TV-Bier Werbekampagnen, die Rückbesinnung auf Regionalprodukte sowie die aktuelle Craftbier-Bewegung als kreative Zerstörer der regionalen Markt- und Wettbewerbsstrukturen in Heidelberg.  


**Aus gesundheitlichen Gründen entfällt diese Exkursion leider!**


Sandhäuser Dünen. (Exkursion 8)

 

Am Ende der letzten Kaltzeit ist am Rand des Oberrheingrabens ein Dünenareal entstanden, welches im Raum Sandhausen durch drei Naturschutzgebiete repräsentiert ist. Die besuchten Standorte stehen für unterschiedliche Nutzungen, repräsentieren damit auch unterschiedliche historische Phasen der Dünengeschichte: Dünen unter naturnaher Waldbedeckung, Dünen unter Kiefernforsten, Dünen als freie (d.h. spärlich bewachsene) Sandflächen, Dünen als Sandgruben, Dünen als Raum für Siedlungserweiterungen. Die Exkursion soll unterschiedliche Aspekte der Dünennutzung und des Dünenschutzes spiegeln. Sie müssen mit etwa 5 - 8 km Wegstrecke rechnen. Geschlossenes Schuhwerk ist empfehlenswert.


Mannheim - Stadt der Wunder?! (Exkursion 9)

 

Mannheim – für viele immer noch konnotiert als „Industriestadt“ - wird mittlerweile vor allem im internationalen Kontext und von supranationalen Organisationen wie der UN in Sachen „zukunftsorientierter Stadtentwicklung“ und „Urbanität und Nachhaltigkeit“ als eine der dynamischsten und kreativsten „Second Cities“ wahrgenommen.

Und genau dieses Spannungsfeld wird während der Exkursion umfassend und von ganz unterschiedlichen Perspektiven und sich immer wieder verändernden Paradigmen aufgerollt sowie dialektisch bis kritisch diskutiert, wobei die Stadt als offenes System betrachtet wird. Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern „Stadtplanung, Städtebau und Architektur“; „Migration, Flucht und Integration“; „Industrie, Musikhauptstadt, Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur“; „Gentrification, Wohnstandortentscheidungen, Wertorientierungen und Wohnungswirtschaft“; „Mobilität 4.0 und öffentlicher Raum“; „Stadtentwicklung durch Konversion und „das Wunder von Mannheim““. Integriert werden diese Themenkomplexe mit Fragen nach den verschiedenen, teilweise konkurrierenden, Modi und Formaten von „Urban Governance“ und von „Recht auf Stadt – Wessen Stimme wird gehört“. Dabei wird die Produktion des Urbanen theoretisch rekonstruiert über die Dimensionen „Utopie – Heterotopie – Transtopie“, wodurch nicht nur eine Synthese von Theorie, Empirie und realweltlicher Praxis möglich ist, sondern die Komplexität von Stadt anfängt Spaß zu machen. 

Mannheim ist, neben den beiden kleineren „Schwestern“ Heidelberg und Ludwigshafen, das größte und zentralste Oberzentrum der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN), weshalb auch die Beziehungen der drei Oberzentren bei der Gestaltung der MRN sowie die Dynamik der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) in die Diskussionen der Exkursion einfließen werden.

 


 

Lieber Teilnehmerinnen und Teilnehmer,


die Anmeldung für die Exkursionen ist ab sofort nicht mehr möglich.


Wir freuen uns auf die Zeit mit euch!